Ein neues Rathaus für Geilenkirchen?

Der Faktencheck – zunächst nur prüfen, nicht kaufen

13.07.2020 | Bericht: Max Weiler

Nahezu allen Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt ist bekannt, dass unsere Verwaltung dringenden Platzbedarf hat. Welche Ideen und Lösungen wurden nicht alle diskutiert und angedacht.

U.a. gab es die Idee, dass Teile der Verwaltung in die jetzige Musikschule ziehen, weil dieses Gebäude ja direkt am Rathaus liegt. Die Idee, die Fraktionen nach Niederheid in ein städtisches Gebäude auszugliedern – erfolgte teilweise. Deshalb konnten dann weitere Büroräume im Rathaus eingerichtet werden. In letzter Zeit gab es dann weitere Ideen, wie z.B. ein Verwaltungsgebäude für einen bestimmten Bereich der Verwaltung in der Nähe des Bahnhofs. Auch die Anmietung von leerstehenden Räumen in der Innenstadt durch die Verwaltung stand zur Diskussion.
 
Wie man jetzt aus der Zeitung erfahren durfte, wäre eine weitere Option der Kauf des NEW-Gebäudes in der Nikolaus-Becker-Straße. Es handelt sich hier um ein Areal mit über 10.000 qm und mit einer Bürofläche, die für die Verwaltung auskömmlich sein könnte.
 
Antrag eingebracht
 
Damit diese einmalige Chance, ein für die Verwaltung auskömmliches Gebäude in Innenstadtlage, nicht ungenutzt verstreicht, wurde auf Initiative der CDU mit allen Fraktionen das Gespräch gesucht, um für ein so weitreichendes und zukunftsträchtiges Projekt einen Prüfauftrag auf den Weg zu bringen.
Alle Fraktionen im Rat der Stadt, bis auf eine Fraktion, haben erkannt, dass hier Handlungsbedarf besteht. Daher haben sich dann diese Fraktionen entschieden, der Verwaltung einen Prüfauftrag zu erteilen, um zu ermitteln, ob dieses Areal eine Möglichkeit für einen neuen Rathausstandort darstellen könnte. 
 
Nur dieser Prüfauftrag wurde an die Verwaltung gegeben und nicht mehr oder weniger!!!
 
Jede andere Darstellung oder Behauptung ist eine Verdrehung der Tatsachen. Durch diesen Prüfauftrag werden keinerlei Verpflichtungen für den zukünftigen Rat der Stadt in irgendeiner Form geschaffen.
 
Im Gegensatz zu anderslautenden Behauptungen – wissen wir wie ein kommunaler Haushalt funktioniert und was die Stadt sich leisten oder nicht leisten kann. Und wir wissen auch, dass am Finanzmarkt aktuell ein freundliches Klima herrscht. 
 
Die gute Lage, die Größe des Areals und die aktuell günstigen Zinskonditionen müssen einen einfach diese Option prüfen lassen.
 
Im Weiteren ist das Besondere an diesem Areal, dass es sich in der Innenstadt befindet und z.B. vom Marktplatz in kürzester Zeit fußläufig erreicht werden kann. Auch wenn in unserer Verwaltung, coronabedingt, nun verstärkt im Homeoffice gearbeitet wird, brauchen die Mitarbeiter der Verwaltung entsprechenden Platz – den Sie zur Zeit definitiv nicht haben. Fakt ist, dass es Angelegenheit gibt, bei denen man seine Verwaltung persönlich aufsuchen möchte. Darüber hinaus ist zu erwarten, dass in den nächsten Jahren weiterhin diverse Aufgaben vom Bund und Land auf die Kommunen delegiert werden. Wenn man hingegen wartet, bis der neue Rat seine Arbeit aufgenommen hat, könnte es passieren, dass dieses Areal nicht mehr erworben werden kann und man dann vielleicht wirklich außerhalb der Innenstadt komplett neu und teuer bauen muss.
 
Nochmals: Nur ein Prüfauftrag an die Verwaltung um Zahlen, Daten, Fakten zu ermitteln.
Kein Abschluss, kein Kauf oder sonst was – das macht dann der neue Rat!!
 
Und wenn es vielleicht so weit käme, wer weiß, vielleicht hat man bis dahin dann auch einen Käufer für das jetzige Rathaus gefunden.
 
Übrigens: Die aktuelle Legislaturperiode geht bis zum 12. September 2020.
Bis dahin trägt der aktuelle Rat die Verantwortung.
Es ist schon seltsam, dass ein politischer Mitbewerber nahezu drei Monate vor der Wahl sich dieser Verantwortung entziehen möchte und das Arbeiten zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt scheinbar eingestellt hat.
 
Diese Möglichkeit nicht prüfen zu lassen - wäre verantwortungslos.
 
Und weil jetzt fast alle Fraktionen die Chance erkannt haben – wird nur geprüft und Fakten werden gesammelt.
Das ist transparent und hat nichts mit Nacht- oder Nebelaktionen zu tun.
 
Der neue Rat entscheidet dann auf der Daten- und Faktenlage, die jetzt ermittelt wird.
 
Aber wie sagte ein Ratsmitglied in der Sitzung: „Die G….n müssen das schlecht finden, weil die Idee nicht von Ihnen ist.“ – SCHADE ABER AUCH!
 
 
Max Weiler
Fraktionsvorsitzender
aktualisiert von Sharkness Support, 21.07.2020, 13:20 Uhr